Deutsche Patientendaten- und -akten- Selbstbestimmungscharta (DPASC) DIGA (digitale Gesundheitsanwendungen) und Kosten Im Referentenentwurf des Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) ist auf Seite 4 aufgeführt, dass davon auszugehen ist, dass mit DIGA „[…] geringe, derzeit nicht zu quantifizierende Mehrausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung.“ entstehen. Diese Einschätzung ist als Untertreibung zu bewerten. DIGA sind nicht kostenlos, da sie u.a. programmiert und gewartet werden müssen. Geht man davon aus, dass jeder GKV-Versicherte mindestens eine DIGA auf seinem Handy laufen lässt und würde jede DIGA nur 1 € je Monat kosten, dann wäre man bereits bei 876 Mio. € an jährlichen DIGA-GKV-Mindestkosten, die von den gesetzlichen Krankenkassen zu finanzieren wären. Näheres zur Krankenkassen-Kostenübernahme soll der neue § 134 SGB V / DVG regeln. Der DIGA-Markt ist allerdings wesentlich größer als eine DIGA je Handy, d.h. ein Wertschöpfungspotenzial wie in anderen digitalen Marktplätzen ist mehr als realistisch.
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