Deutsche Patientendaten- und -akten- Selbstbestimmungscharta (DPASC) Ordnungsrahmen Nur wenn Versicherte und Patienten glaubhaft selbstbestimmt über ihre Patientendaten und -akten verfügen können, dann kann die patientenorientierte Digitalisierung im Gesundheitssystem in geordneten Bahnen und gesellschaftlich nutzenstiftend ablaufen. Nur wenn ganz genau geklärt ist, wer auf Patientendaten Zugriff hat und wem dieser Zugriff verboten ist, dann - und nur dann - sollte eine Telematikinfrastruktur (TI) flächendeckend ausgebaut werden. Wem sollte der Zugriff auf individuelle Patientendaten verboten werden? Die Antwort ist einfach: Jeder natürlichen und juristischen Person, jeder sonstigen Institution, jeder Körperschaft, jeder staatlichen Stelle und jedem sonstigen potenziellen Nutzer, der/die/das nicht mit der unmittelbaren Patientenbehandlung beauftragt ist und jedem potenziellen Nutzer, dem der Patient nicht eindeutig den Zugriff auf seine Patientendaten im Einzelfall erlaubt hat. Da dies nicht ansatzweise in der aktuellen Digitalisierungsstrategie des Gesundheitssystems so vorgesehen ist, bedarf es eines neuen Ordnungsrahmen für Patientendaten und deren Nutzung: Hierzu ist ein strenge Regulierung nötig, die z.B. den Namen „Patientendaten- und -akten-Selbstbestimmungscharta (DPASC)“ haben könnte (oder so ähnlich).
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